1. Mai in Moskau

Man glaube mal nicht Moskau hätte wunder was geboten. Statt mir Entschädigung zu zollen für den herben Verzicht auf Kreuzberg, flüchtet die halbe Stadt aufs Land und lässt mich allein zurück. Das hat ganz klar auch seine Vorzüge: man kann über sämtliche Boulevards und Alleen (bezeichnender wäre Autobahnen) rund um den Roten Platz ohne Todesangst vor Lenkradhaltern, die ihren Lappen vielleicht von einem Gesellen im Zwielicht der Strassen-Unterführung gekauft haben, wackeln und die Metro in behäbiger Ruhe genießen. ABER … feiern iss nich! Die Klubs und Bars waren nahezu leer und demonstriert hat man seniorengerecht.

Drum trieb mich meine Langeweile spazierend in der Stadt herum schnell heim.

~ von moscowboy am Mai 4, 2008.

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