Monatsrückblick

•Juni 8, 2008 • 1 Kommentar

Mein Gott, vor einem Monat das letzte Mal geschrieben. Wat nich säumich!

Nun denn.

Zunächst mal war ich bei der Materialparade der glorreichen russischen Armee am 9. Mai, beguckte vom Strassenrand die Gefährte, wie sie durch die Stadt geschoben wurden, fragte mich, was wohl das Pflaster von den Übergewichten hält und musste mich alles in allem ziemlich langweilen. Ein bisschen Weihrauch hier und da, Unbehagen meinerseits wegen des Staatsstolzzirkus und staunende Blicke, für die alten Generalitäten und Majoritäten des Krieges die an diesem Tage so etwas wie ihren zweiten Geburtstag feierten. Ständig kamen kleine Mädchen und Jungen reichten Ihnen Blumen begleitet von warmen und dankenden Worten, gedenkend der Geschichte. Dafür gabs dann BonBons für die Kleinen.

Richtig spannend wurde es zum Abend hin, als sie das dickste aller Feuerwerke zum Himmel herauf schickten. Nichts neumodernes europäischen Schlags, mit Lasershow und Musik. Nein! Gigantismus, scheiße laut, bombastisch ohne programmatische Themenwahl. Berlin Reloaded in bunt. Am Abend der Siegesfeierlichkeiten am 9. Mai wurde die gesamte Stadt mit Feuerwerken eingedeckt (ich hab 20 gezählt allein im Westen der Stadt) überthront von dem einen über der Lomonosov Universität. Wir haben all das mit Panoramabarbalkonausblick im Wohnheim genossen.

Am nächsten Tag war ich mit einer Gruppe von Franzosen in Abramtsevo. Eine kleinere ehemalige Künstlersiedlung 40min ausserhalb von Moskau, in dem einst Gogol, Vrubel, Tretjakov und andere große Namen russischen Kulturlebens die Gastfreundlichkeit eines wohlhabenden Mäzens genossen und neben ihren eigenen Werken ihm eine ganz vorzügliche kleine Kirche schufen. Ein schönes Idyll. In der Nähe davon kamen wir noch an einem Kloster vorbei.

Eine Woche später war ich beim ersten aller Ärzte Konzerte in Russland. Auch meine Premiere. Also schon ein würdigenswertes Ereignis. Zu Gast war wohl auch ein gutes Stück Diplomatenstaat, Menschen die ihre Lieblingsband überall hin verfolgen, Krawattenträger, High-Heels-Tänzerinnen und Berliner Punks.

Ich find fürs erste Konzert haben sie ‘ne gute Figur gemacht und vor allem Spass. Da hört man dann auch über jeden Verspieler und verstimmte Gitarren hinweg. Bela brach in Englisch hervor, in Deutschland würden sie vor ganzen Stadien spielen und sie wären „exactly like this“ und auf ihrer Blogseite stand zwei Tage zuvor geschrieben, es würde mal Zeit zu üben. Zeit hat nicht gereicht. Tat aber dem Spektakel keinen Abbruch.

Anschließend sind wir zur NACHT DER MUSEEN in die Winzavod. Dieser Abend hat mir dann wieder meinen Glauben an die Stadt zurückgegeben. Normale Menschen. Verpeilte Frisuren, kaputte Jeans, pöbelnde Mädchen und bester Drum’n'Bass, ne brennende Mülltonne, Peilos die Feuerlöscher zu Spassmachern machen und sich freuen, wie lustig ‘n Feuerzeug und ‘ne Spraydose sein können und überall ein bisschen Kunst.

Schönstes Bild … weiß nicht recht wie man das bezeichnen soll, aber als Gesamtensemble war es eine ungemein smarte Kunstaktion … und zwar: wir hätten da eine Kunstnacht, eine Tür hinter der irgendwas ist, ein Typ der 10 Rubel Eintritt verlangt und damit bereits genug Spannung, dass Hunderte Leute heiß darauf sind zu sehen was das sein kann. Nur 10 Meter weiter links war das selbe Etwas für lau nur ohne Tür, schlicht ein tiefdunkler Raum. Ein Hauch von nichts.

Der Mann hat sich sicher auch noch seinen Arsch vergolden lassen, wenn er für die Kohle nicht saufen gegangen ist.

Sonst halt die übliche Festivalstimmung mit PET-Kloppen, Tanz und Ringelrei. Eine Insel der Vernunft und Normalität im Wahnsinn der Stadt.

Dann war ich vor zwei Wochen in der deutschen Botschaft zu einem Empfang des Vereins Dialog e.V.. Das war so eine Art Kontramoment der einen daran erinnert, was man gewiss nicht vermisst. Gepflegtes Deutschtum in Reinstform. Ich kam rein, es roch nach Sauerkraut und Bratwurst, Parkettauslage und gut gereihte Tischchen, Deckchen, Gläschen. Von irgendwo her schallte das Gegrunze sich verausgabender Fussballer, die Nase vermeldete deutsche Kneipe. Aber das war gar nicht mal so arg. Richtig derb erschlug mich, statt den Toiletten ein Kabuff schäbigsten Interieurs mit rundem deutsches Männervolk bei Salzstangen, Bier, Zigaretten und Skat vorzufinden. Ein blöder Blick von den Karten auf, ein halbabfälliges Kopfnicken, Rückkehr in den Dunst. Schnell weg, ganz schnell weg!!!! Für so ne volle Packung hab ich mich schließlich am Buffet gerächt und die Barfrau leiden lassen. *hehe*

Zu guter Letzt das schönste, findet man nämlich ein Stück Heimat das man auch vermisst. Projekt OGI. Ein Klub in ‘nem Kellergewölbe, wo die Türsteher Tee trinken, mit ‘nem Buchladen der ständig offen ist, die Bar Kreuzbergerspelunkenflair hat und die Frauen ihren Arsch NICHT zum Fleischmarkt schleppen, auf dem kaukasische Waffenschieber sie dann als Innenfutter für den Knarrenkasten kaufen. Schöner Laden! Schöne Menschen! Traf drinnen im Vorbeigehen ‘nen Typen dessen offensichtliche Leidenschaft der HipHop ist, der mir kam, er würd mich doch kennen. Nee, sag ich, bin doch aus Berlin, sacht er, AGGRO Berlin, Dendemann, guck ich blöd und denk mir Tollhaus. Sahne! Da werd ich jetzt öfter sein und jeden mitnehmen der nochmal hierher kommen sollt.

Das waren die aussergewöhnlichen Dinge des letzten Monats. Die gewöhnlichen drehen sich wie gewöhnlich ums Russisch lernen, auf die Prüfung vorbereiten und Kurzfilm basteln. Wobei das Kurzfilmding gar nicht mal so gewöhnlich ist. *hmmm* Ist für einen Wettbewerb an der Uni im Oktober, mit demThema: „Reife in der Wurzel. Greife höher“.

So dann … ich werd im Juli ‘ne ausgedehnte Moskaupause nehmen. Hab langsam aber auch den Ranzen voll vom gemeinen Russen. Dann komm ich heime und werd Euch alle besuchen! =)

Habt Spass, lasst die Sonne Euren Bauch bräunen und genießt den Komfort geregelten, gepflegten deutschen Alltags.

Alles Gute

p.

9. Mai – Tag des Sieges

•Juni 8, 2008 • Kommentar schreiben

Abramtsevo

•Juni 8, 2008 • 1 Kommentar

Nacht der Museen – Winzavod

•Juni 8, 2008 • Kommentar schreiben

Feuerwerk – 09.05.08

•Juni 8, 2008 • 2 Kommentare

Die Ärzte Konzert in Moskau – 17.05.08

•Juni 8, 2008 • Kommentar schreiben

Wochenrückblick

•Mai 8, 2008 • Kommentar schreiben

Ich muss ein wenig zusammenwürfeln was in der vergangenen Zeit passiert ist. Mein Gedächtnis ist löchrig.

!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Ich hab Schwarzbrot gefunden !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

*hey* … das ging schnell!

Also ich bin umgezogen. Gewissermaßen numerisch aufgestiegen. Von Zimmer 1303 nach 1315. Ans diagonal gegenüberliegende Ende der Etage. Hat ich vorher noch 2 Räume und Badewanne, war allein und hatte einen großen Balkon, war die Wohnheimadministration so freundlich mich nun in ein Einraumappartment zu verlegen mit Mitbewohner und kleinerem Balkon. Der ist aber bislang in meiner Welt nicht aufgetaucht.

Positiv bemerkt das Riechorgan das meine, dass die Butze es in keiner Weis so berstig penetriert, wie es das andere Zimmer tat.

Dann sei weiterhin gehighlightet, dass ich mir am Mittwoch die General Probe der Berliner Philamoniker zum Europakonzert am 1. Mai gab. Simon Rattle bei der Arbeit zu beobachten, wenn ihm alle Inspiration und Liebe für sein Element aus den Augen springt und das Orchester infiziert, dann das Publikum verzaubert, das schließlich jede seiner Gesten begeistert beklatscht, hat mich tief beeindruckt. Was für einen großartigen Klangkörper der Mann dirigiert?!?!

Hab zwei Parks besichtigt und das Allrussische Ausstellungszentrum (ВВЦ – Всероссийский выставочный центр). Einst Präsentierteller volkswirtschaftlicher Errungenschaften der UdSSR (ВДНХ), nicht ohne Vergnügungspark und mit Europas größtem Riesenrad, bis man 1999 den Brits das „Eye“ verpasste. Beinahe 100 Pavillions widmeten sich all den denkbaren Bereichen wohlfeil geplanter Sowjetwirtschaft, beherbergten Theater, Kinos, Museen und je nach dem, volkstypische Ulkigkeiten. Nachdem der Vorhang für das Sowjettheater gefallen war, vermietete man die Flächen an fliegende Händler die wohl aus Polen und Mittelasien hier landeten und ein Ambiente zauberten nicht weniger charmant als der Slubizer Grenzmarkt. Aus Blechbüchsen mit Schweinehautüberzug donnert, was nach vielen Kreuzungen nur noch entfernt an Musik erinnert und wo Platz für Plakate ist, na da hat gefälligst auch eins zu stehen. Den entsprechenden „Designern“ reichte dann auch der Abschluss des Vorschulmalunterrichts.

Ich war im Zarizino-Park an einem Freitag. Der Russe, so heißt es, heirate bevorzugt an diesem Tag. Man habe so ein ganzes Wochenende zum verfeiern, oder 2 Tage zum Ausschlafen, wohlweißlich dass schließlich viel klares kaltes „Wasser“ fließen wird. Und wahrhaftig. In 1,5 Stunden sah ich 15 junge Paare. Durchschnittsalter 22. In Anbetracht, dass die Scheidungsrate spitzenmäßig ist, wirds wohl nicht die letzte Hochzeit gewesen sein.

Am Samstag war ich noch beim Probeflanieren des Russischen Heeres. Als Testfahrt für den 9. Mai, „День Победы“ (Tag des Sieges), sind den Tverskaja-Prachtboulevard Panzer, Jeeps und allerlei anderes mobiles Einsatzgerät heruntergerollt.

Auch zu meckern ham ma was! Ich bin ma durch einige Wörterbücher durch, und ja, sie haben eine Äquivalentvokabel für „Kundenfreundlichkeit“. Es kann also keiner auf ihre Unwissenheit schieben, dass man in Läden von Gesichtern empfangen wird, wie sie ausgehungerte Bulldogen haben, deren Hütte und Knochen ma zu nahe tritt. Scheiße man, ich bin Kunde, ich bin doch König?!?!?!

*verwöhntes Balg aus Mitteleuropa* …

Besonders hart sind die Drohnen der Post! System gibts nicht, Zettelwirtschaft, Eile hat man besser nicht, denn die kostet einen den Kopf und abgestumpft sollte man sein. Zehren einem solche Gänge an den Nerven, so ließ ich mir sagen, beschwichtigt sich der Russe folgendermaßen: „Es ist deine Heimat, Söhnchen!“ Liebe die solche Prüfungen übersteht muss echt sein!!!

Und sonst verhalten sich die Dinge wie gehabt!

Metro Music

•Mai 8, 2008 • Kommentar schreiben

Genralprobe der Berliner Philamoniker im Tschaikovsky Saal

•Mai 7, 2008 • 2 Kommentare

Testfahrt für den „Tag des Sieges“

•Mai 7, 2008 • 1 Kommentar

Parkleben

•Mai 7, 2008 • Kommentar schreiben

ВВЦ – Всероссийский выставочный центр

•Mai 6, 2008 • Kommentar schreiben

1. Mai in Moskau

•Mai 4, 2008 • Kommentar schreiben

Man glaube mal nicht Moskau hätte wunder was geboten. Statt mir Entschädigung zu zollen für den herben Verzicht auf Kreuzberg, flüchtet die halbe Stadt aufs Land und lässt mich allein zurück. Das hat ganz klar auch seine Vorzüge: man kann über sämtliche Boulevards und Alleen (bezeichnender wäre Autobahnen) rund um den Roten Platz ohne Todesangst vor Lenkradhaltern, die ihren Lappen vielleicht von einem Gesellen im Zwielicht der Strassen-Unterführung gekauft haben, wackeln und die Metro in behäbiger Ruhe genießen. ABER … feiern iss nich! Die Klubs und Bars waren nahezu leer und demonstriert hat man seniorengerecht.

Drum trieb mich meine Langeweile spazierend in der Stadt herum schnell heim.

Wochenrückblick

•April 22, 2008 • 1 Kommentar

Seltsame Dinge gehen hier von statten. Ich fange tatsächlich an, mich in eine Tagessystematik einzuschnüren. Buchführung in puncto Zeit und Ausgaben, renn sogar in Hemd und Pullunder zur Uni!!!

Aber abgesehen von solch mysteriösen Umständlichkeiten, schlag ich mich schon ganz gut, geht’s auch nur schleppend voran.

War am Samstag im „TIPOGRAFIA“! Ein Klub auf ranzigem Gehöft, mit Berghain Charme und Kreuzbergluft. Feines Ding hier in der Stadt: für die wirklich guten Klubs und auch die meisten, brauchst keine Kopeke zücken. Den Türstehern, natürlich, sollte deine Visage schon in den Kragen passen, aber Eintritt löhnen „iss ma nich“. Dafür rippen sie dir zum Teil 100 Rubel (3,20€) vom Leib für lumpige 0,3l klares Nass. Dann gefällt uns ausserdem, dass der Klub bis 5Uhr auch brav voll bleibt und man Gesichtern 4-5x begegnen kann. Das ganze aber ist allein dem Umstand geschuldet, dass die Metro Punkt 1die Schotten schließt und erst halb sechs wieder besichtigt werden darf. Zwingt zu planvollem Trinken und schmerzt bei Müdigkeit.

Ausserdem haben wir am Donnerstag einen der Franzosen aus reiner Vorsicht, schon 2 Wochen früher verabschiedet (Weiß mans?! Vielleicht verknackt man ihn ja noch, weil er sich an der Staatsgewalt nicht vorbeischmieren kann). Zieht jedenfalls von dannen, hin auf die Krim, dort durch die Lande und dann heime nach Paris. Ein kleines beschauliches Stelldichein all seiner Moskauer Bekanntschaften wars.

Aufregenderes, was womöglich noch berichtenswert sein könnte, ist nicht passiert. Die grundlegenden Dinge liegen wie zuvor, meine Hauptnahrungsmittel sind immer noch Müsli, Honig, Brot und Fisch, ach Kaffee natürlich auch, lebensnotwendig, das elementarste aller Dinge des Kurzschläfers, ich takte meine Schritte immer noch mit viel Kraft um und erfreu mich bester Gesundheit. Anmerken sollt man, das Wetter wird besser. Frühlingshitze!

Ausblick:

Diese Woche feiern die Russen Ostern, schmieren Eier bunt, fratzen, haben ihre Kinder lieb und werden ins Delyrium entgleisen. Wer weiß, wie viele wohl an der Auferstehung scheitern?!

Ich erwarte gespannt den 1. Mai. Moskau muss mich für ne ganze Menge entschädigen, wo ich schon nicht im Hinterhof aller Hnterhöfe, im schönsten Teil der Stadt der Städte feiern kann. Wollen sehen was die Landesherren zu bieten haben. Hätte da so eine Lust, eine gewisse, auf Säbelrasseln und Sprengkopfspielereien. Irgendwas wird auf dem Roten Platz schon gehen.

UND … Berliner Gallionsfiguren schiffen sich nach Moskau ein! Kulturexport feinster Sorte! Großentjungferung! DIE ÄRZTE bespielen mich und Moskau Mitte nächsten Monats. =)

Das solls gewesen sein so weit! Habt Spass und genießt die Tage.

p.

FACES&LACES

•April 21, 2008 • 1 Kommentar

Moskau feiert StreetArt! und macht ‘ne gute Figur dabei.

Jetzt ist das alles noch in bescheidenem Rahmen, aber kein bisschen zurückhaltend. Man vergegenwärtige sich, hier leben 15 Mio Menschen und beinahe die gesamte StreetArt! Szene passt in eine wohlsituierte Unikantine. Das ist also überschaubar. Die Aussteller waren alle von Rang … ansässige Designer gabs leider nicht zu sehen, die Kleidereien, herrlich anzuschauen, Halfpipe und die Musik, ganz großes Tennis.

http://www.myspace.com/facesandlaces

Perle entdeckt und gleich zweimal dieses Wochenende auflegen gehört. MUJUICE.

http://www.myspace.com/mujuice
Die Samples sind um einiges entspannter als das Unwetter, das die Jungs auf der Tanzfläche losgelassen haben. Die haben auf die Kacke gehauen, mir hats im Darm gedrückt.

Dann noch mit BULAT, Kollege aus dem Filmkurs, Tischfussball gegen zwei Stylomaten gespielt, scheiß Bedingungen (spiegelverkehrte 1×3x4×3 Aufstellung der Figuren) hier und trotzdem anstandsmäßig gewonnen.

Resumé:

Hier ist noch viel viel Potenzial. Was schon so derb anfängt, dass muss noch größer werden. Sie haben sich gut gefeiert, gar nicht lumpig und wie’s Schaf auf grüner Weide, hat’s Auge gut genossen. Was für herrlich stylische Menschen.

Briefbomben und T-Terror

•April 10, 2008 • Kommentar schreiben

Paul Ohmert

Hotel „Lutsch“

Vavilova Street, 7a

RUS – 117312, Moscow

Пауль Омерт

ООО „Гостиница Луч“

ул. Вавилова, 7а

117312, г. Москва

+7 985 190 5827

Gänge und Fenster

•April 10, 2008 • Kommentar schreiben

Kunst draußen

•April 10, 2008 • Kommentar schreiben

Ankunft

•April 7, 2008 • 4 Kommentare

Man … bald kann ich ‘n Klo verschwinden lassen … Wenn ich nur noch etwas mehr mache, aber mein Tag ist einfach zu kurz!

Ja … lebend angekommen, noch immer fit und bester Dinge. Schwer motiviert und hoch erfreut über die Stadt, von schlechten Erfahrungen verschont geblieben und mit guten Momenten schon reichlich beglückt.

Spitzenerlebnis #1: Bin beinahe taubstumm. Zwar anstrengend zu manchen Momenten, aber ein Segen im Unterricht. Und dann lernt man sprechen und trägt jedes neue Wort auf der Zunge stolz spazieren.

#2: Ich bin hier und je besser ich mich einlebe, desto näher rückt der Frühling.

#3: Mein Zimmer im Wohnheim ist doppelt so groß wie das anderer Insassen, ich hab ‘ne Badewanne und geh schwimmen, wo andere im Regen stehen, ich bin allein in der Butze, andere sind zu dritt, ich hab ‘nen dicken Balkon mit Blick nach Norden ins Stadtzentrum und für den Sommer bestimmt ‘n Grill. Nächstes Wochenende wollt ich vielleicht mal zu Feste laden.

#4: Die Stadt macht Spass. Eine Seltsamkeit läuft der nächsten schon entgegen. Echt putzig.

#5: Das Essen ist gut! Mir fehlt mein Schwarzbrot nicht.

#6: War bei der Photobiennale!

#7: Die Bars sind spitze! Gibt nur noch zu wenig.

#8: Viele gute Menschen!

Zum Studium:

Arbeit! Es ist mehr als ich geglaubt habe. Ich muss gleich in 3 Sprachen lernen. Brainfuck! Braucht viel Zucker.

Ich nehm Sprachunterricht mit Leuten aus Frankreich, England, Italien, Japan, Korea, Taiwan und Brasilien und aber spiel noch immer Activity mit den Russen.

Die Dozenten sind balde liebevoll freundlich, das internationale Büro hilft wo es kann, die Studenten sind ambivalent neugierig (Erste Frage, immer wieder, was mich hierher geritten hat. Wie kann einer so verrückt sein?!) und die Bedingungen an der Uni in Sachen Studienangebot sind ein Traum. Mach gerade ‘n Kurs: Film und Sozialforschung.

Also echt und wirklich … mir gehts gut!

So weit wünsch ich Euch alles herzlichst gute und habt Spass … „Всего хорошего и счастливо!“

п.

Strassen leben

•April 6, 2008 • 1 Kommentar